36. Partnerstädtelauf Lüneburg–Köthen

250 Kilometer Teamarbeit – 36. Partnerstädtelauf verbindet Lüneburg und Köthen

Am 11. und 12. September 2026 wurde der 36. Partnerstädtelauf zwischen Lüneburg und Köthen ausgetragen. Nach 250 Kilometern und 22 Stunden und 14 Minuten erreichte die Staffel gemeinsam ihr Ziel in Köthen.

Seit 1990 verbindet dieser besondere Lauf die beiden Partnerstädte. Inzwischen sind dabei rund 9.000 gemeinsame Laufkilometer zusammengekommen.

Ein Blick zurück auf 36 Partnerstädteläufe

Wie viel sich über die Jahre bewegt hat, wurde auch am 8. Oktober 2026 im Lüneburger Rathaus deutlich. Dort berichtete der Initiator des Partnerstädtelaufs über die Entstehung und Entwicklung der Veranstaltung. Seit 1990 haben sich fast 400 Läuferinnen und Läufer beteiligt. Bis heute bestehen zahlreiche persönliche Verbindungen zwischen den Teilnehmenden. Anhand von Bildmaterial, Fotobüchern, Zeitungsartikeln und MDR-Beiträgen ließ sich die Geschichte dieser besonderen Verbindung nachvollziehen. Der Partnerstädtelauf gilt als Deutschlands ältester und längster Lauf dieser Art.

Der Initiator war nicht nur an der Gründung beteiligt, sondern über all die Jahre selbst mit dabei. Heute unterstützt er seinen Nachfolger Gernot Panitz bei der Organisation und hofft, dass der Lauf zur Deutschen Einheit die freundschaftliche Verbindung zwischen Lüneburg und Köthen auch künftig weiter festigt.

Sportlich besteht der Partnerstädtelauf aus vielen einzelnen Etappen. Kurze Abschnitte wechseln sich mit längeren Laufpassagen ab, unterschiedliche Leistungsstärken greifen ineinander. Gerade darin liegt die Besonderheit der Veranstaltung: Nicht die Einzelleistung steht im Mittelpunkt, sondern das Zusammenspiel der gesamten Staffel.

Auch in diesem Jahr wurden die ursprünglich geplanten Einsätze im Verlauf des Laufes flexibel angepasst. Wechsel verschoben sich, Läufer übernahmen andere Abschnitte und Fahrzeuge mussten neu koordiniert werden. Solche Veränderungen gehören bei einer 250-Kilometer-Staffel dazu und zeigen, wie wichtig gegenseitiges Vertrauen und gute Zusammenarbeit sind.

Besonders erfreulich war der Einsatz der jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Mit großem Ehrgeiz übernahmen sie ihre Abschnitte und wurden zu einem selbstverständlichen Teil der Staffel. Gerade dieser generationenübergreifende Charakter zeigt, wie Sport Tradition weitergeben und gleichzeitig neue Menschen begeistern kann.

Ein besonderer Halt war erneut die ehemalige Grenze bei Mackendorf. Dort wurden die Läuferinnen und Läufer am Morgen mit Kaffee, Tee und einer Pause versorgt, bevor es weiter in Richtung Köthen ging.

Auch auf den letzten Kilometern blieb der Lauf sportlich spannend. Ein zusätzlicher Umweg bei Staßfurt konnte aufgefangen werden. Auf dem Schlussabschnitt übernahm Jan Sieverding die letzten 20 Kilometer und machte mit einem Schnitt von etwa 15 bis 16 Kilometern pro Stunde noch einmal Zeit gut.

Hinter dem Lauf stand ein großes Organisationsteam. Gernot Panitz übernahm als Abteilungsleiter und Organisator zugleich das Führungsfahrzeug und koordinierte Teile des Ablaufs unterwegs. Georg Grohmann begleitete die Staffel mit dem Fahrrad und war ebenfalls organisatorisch eingebunden. Gerald Pfeil verantwortete Medien und Gestaltung, Julian Afeldt unterstützte auf Lüneburger Seite aus dem Rathaus. Holger Klinsmann kümmerte sich an der ehemaligen Grenze um Einheits-Eiche und Grenzstein und versorgte das Team während der Pause.

„Gerade in Zeiten wie diesen bedeutet es mir viel, dass wir wieder zusammengefunden haben und diese Geschichte gemeinsam fortschreiben konnten“, sagt Gernot Panitz. „Auf der Strecke gab es keine Unterschiede zwischen uns. Es gab viele einzelne Abschnitte und ein gemeinsames Ziel: zusammen in Köthen anzukommen.“

Unterstützt wurde der Lauf unter anderem vom Autohaus Heise, Köthen Energie, der Oberflächentechnik Gölzau und der Firma Jansen sowie von den Städten Lüneburg und Köthen und zahlreichen Helfern und Planern.

Der 36. Partnerstädtelauf zeigte damit erneut, welche Kraft im Sport liegen kann: unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Geschwindigkeiten und unterschiedliche Aufgaben – aber eine gemeinsame Strecke.

250 Kilometer, 36 Läufe, rund 9.000 Kilometer seit 1990 – und eine Tradition, die weiterlebt.

Text und Bild: Gernot Panitz mit Ergänzungen von Georg Grohmann

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