U18-EM - Sieben auf einen Streich
72 DLV-Talente zogen vom 16. bis zum 19. Juli 2026, teilweise zum ersten internationalen Einsatz aus, um im Raul-Guidobaldi-Stadion von Rieti/ Italien an den U18-Europameisterschaften teilzunehmen. Das deutsche Team konnte dabei mit 11 Medaillen (4/2/5) und 32 Top-Acht-Platzierungen überzeugen. Damit erreichten die Athletinnen und Athleten 144 Punkte in der Gesamtbilanz aller Top-Acht-Platzierungen, was erneut nach 2024, Rang 2 bedeutete. Großbritannien lag mit 157,9 Punkten auf dem 1. Platz.
Aus Sachsen-Anhalt hatten sieben Athletinnen und Athleten den Sprung ins deutsche Team geschafft. Und diese trugen mit ihren Finalplätzen auch zum sehr guten Abschneiden der Mannschaft bei. Allen voran überzeugten einmal mehr Maja Witte vom Haldensleber SC und Olivia Nieß vom SC Magdeburg im Dreisprung. Souverän meisterten sie zunächst die Qualifikation und belegten schließlich im Finale der Top 12, die Plätze 7 für Maja und Rang 8 für Olivia. Dabei egalisierte Maja mit 12,72 m in der WU18 gleichzeitig den Landesrekord. Olivia steigerte ebenfalls auch ihre persönliche Bestleistung auf nun 12,63 m.
Eine weitere Top-Acht-Platzierung sicherte sich Niklas Stephan vom SV Lok Blankenburg mit der Sprint Medley-Staffel. Als Letzter über die 400 m im Finale unterwegs, lief er mit seinem Team nach 01:53,08 min ins Ziel. Zuvor hatte er sich im 400 m Einzel bis ins Semifinale durchgebissen. 48,65 s aus dem Vorlauf und 49,03 s im Semifinale bedeuteten damit Platz 24. Die Sprint Medley-Staffel der Damen unterstützte in der Qualifikation Sophie Liesigk vom SC Magdeburg ebenfalls über den letzten 400 m-Abschnitt. Das Finalteam lief schließlich nach 02:08,91 min als Siebte ins Ziel.
Eine Top-10 Platzierung erzielte weiterhin Vincent Armstroff vom SV Halle im 10-Kampf. Mit 7.079 Punkten erreichte er seine persönliche Bestleistung von 7.123 nicht ganz, stellte aber persönliche Bestleistungen über 100 m in 11,42 s, über 400 m in 51,19 s, im Hochsprung mit 1,82 m und im Speerwurf mit 53,65 m auf. Er belegte Rang 9. Auf dem 19. Rang landete Tami Forkel von den Halleschen LA-Freunden im Speerwurf. Ihr 500 g-Speer wollte diesmal lediglich bei 43,83 m landen. Ihre Vereinspartnerin Marlene Sack erwischte gar einen Unglückstag im Diskuswurf. Mit drei ungültigen Würfen konnte sie ihr Potenzial noch nicht auf internationaler Bühne unter Beweis stellen.
Damit lässt sich dennoch positiv in die Zukunft schauen. Die Jugendmeisterschaften werden gemeinhin als Lernmeisterschaften bezeichnet. Nun heißt es, Füße hoch, durchatmen und dann mit den Trainern, Eltern und Vereinspartner gemeinsam am nächsten sportlichen Ziel arbeiten. Herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmern und Platzierten sowie deren Trainern.
Text: Melanie Schulz
Fotos: Jan Papenfuß
Alle Ergebnisse stehen auch unter: https://live.european-athletics.com/rieti-2026/timetable








