Sommer, Sonne, Hitzeschutz: Sicher durch die heißen Tage
Die Leichtathletik-Saison läuft auf Hochtouren und mit ihr die Temperaturen. Damit Athleten und Athletinnen, Trainer und Trainerinnen sowie die Kampfgerichte auch bei extremer Hitze arbeitsfähig bleiben bzw. einen kühlen Kopf bewahren, setzen wir im LVSA auf zwei wichtige Leitfäden: die Bundesempfehlung „Musterhitzeschutzplan für den organisierten Sport“ (entwickelt vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB)) sowie die Initiative „Clever in Sonne und Schatten“.
Der Musterhitzeschutzplan: Aktiv gegen Hitzebelastung
Der Musterhitzeschutzplan für den organisierten Sport bietet Vereinen einen klaren Leitfaden, um gesundheitliche Risiken wie Hitzeschlag oder Dehydrierung zu minimieren. Für uns im LVSA lässt sich das in drei konkrete Phasen unterteilen:
1. Vor dem Training/ Wettkampf: Vorsorge treffen
- Trainingszeiten anpassen: Verlegt intensive Einheiten in die kühleren Morgen- oder späten Abendstunden. Die pralle Mittagssonne (11.00 - 16.00 Uhr) sollte für intensiven Sport gemieden werden.
- Flüssigkeit bereitstellen: Der Verein und die Aktiven sollten für ausreichend Wasser- oder elektrolytreiche Vorräte sorgen.
- Wetter- und Hitze-Warnungen prüfen: Trainer sollten vorab die amtlichen Hitzewarnungen im Blick haben, um die Intensität des Trainings anzupassen.
2. Währenddessen: Belastung anpassen & Pausen nutzen
- Regelmäßige Trinkpausen: Spätestens alle 15 bis 20 Minuten sollte eine kurze Trinkpause eingelegt werden und nicht erst, wenn der Durst kommt.
- Intensität herunterschrauben: Bei extremer Hitze müssen die Trainingsumfänge und -intensitäten reduziert werden. Gesundheit geht vor Bestzeit!
- Schattenzonen schaffen: Nutzt Pavillons, Sonnensegel oder Bäume am Streckenrand für Pausen von Athleten und Kampfrichtern.
3. Erste Hilfe bei Hitzeerschöpfung
Achtet aufeinander! Symptome, wie Schwindel, Kopfschmerzen, extreme Müdigkeit oder Übelkeit sind Alarmzeichen. Betroffene sofort in den Schatten bringen, kühlen, Flüssigkeit zuführen und im Zweifel den Rettungsdienst rufen.
UV-Schutz beim Sport
Neben der reinen Hitze ist die unsichtbare UV-Strahlung der größte Risikofaktor im Sommer. Das Programm „Clever in Sonne und Schatten“ zeigt, wie einfach effektiver UV-Schutz im Sportalltag integriert werden kann. Hier gilt die einfache „4-S-Regel“:
- Sonne meiden: Training nach Möglichkeit in den Schatten verlegen (z. B. Techniktraining unter Bäumen oder im Schatten der Tribüne).
- Sonnencreme nutzen: Wasserfeste Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor (LSF) 30, besser 50, mindestens 30 Minuten vor dem Sport großzügig auftragen. Das Nachcremen nach starkem Schwitzen nicht vergessen!
- Shirt & Kleidung: Funktionelle, atmungsaktive Kleidung schützt die Haut oft besser als Creme. Auch eine Kopfbedeckung (Cap) schützt den empfindlichen Kopf- und Nackenbereich.
- Sonnenbrille: Unsere Augen brauchen ebenfalls Schutz vor UV-Strahlen. Achtet auf Sportbrillen mit dem Kennzeichen „UV 400“.
Fazit: Hitzeschutz ist Teamsache! Wenn wir die Trainingspläne flexibel anpassen, für genug Schatten und Wasser sorgen und den UV-Schutz ernst nehmen, steht einem sicheren und erfolgreichen Sportsommer nichts im Weg.
Mehr Infos und den kompletten Leitfaden findet ihr im Wettkampfbereich des LVSA unter www.lvsa.de/index.php?article_id=2025 und auf www.cleverinsonne.de/sport-und-bewegung.