DJHM U20 + Winterwurf U18/U20 2019 in Sindelfingen - Wurf- und Stoßgilde stark

Am 23./24.02.2019 fanden die 51. Deutschen Hallen-Jugendmeisterschaften der U20 Athleten/innen als auch die 25. Deutschen Winterwurfmeisterschaften der U18- und U20-Athleten/innen im sonnigen Sindelfingen statt. Aus Sachsen-Anhalt hatten insgesamt 50 Teilnehmer/innen aus fünf verschiedenen Vereinen ihre Meldungen abgegeben. Hierbei sorgten einmal mehr die wurfaffinen Athleten/innen der Halleschen LA-Freunde (HLF), des SC Magdeburg (SCM), des SV Halle (SVH) sowie des SV 1885 Teutschenthal/WLT im Kugelstoßen, Speer-, Diskus- und Hammerwurf für freudige Trainergesichter.

Die noch 16-Jahre junge Sina Prüfer (HLF) holte sich gleich am ersten Wettkampftag im Kugelstoßen der weiblichen Jugend U20 mit neuer persönliche Bestweite von 15,29 m den ersten Sieg. Auf dem Silberrang landete die wieder erstarkte Jule Steuer (SCM). Sie wuchtete ihr 4,0 kg-Gerät auf 15,05 m. Das Kugelstoßtriple für Sachsen-Anhalt machte schließlich an diesem Tag Jonas Tesch (SVH) mit seiner 6,0 kg-Kugel in der männlichen Jugend U20 perfekt. Er holte sich überraschend die Bronzemedaille mit persönlicher Bestleistung von 17,75 m. In den frühen Morgenstunden hatte sich zuvor Sperrwerferin Yasmin Wilke (SCM) ihre erste Deutsche Meisterschaftsmedaille in der weiblichen U18 im Winterwurf abgeholt. Mit 45,23 m bewies sie im letzten Versuch, trotz böiger Winde, Nervenstärke. Sie katapultierte ihren 500 g-Speer auf Rang 2.

Damit verwies sie, die bis dahin Drittplatzierte Anastasia Kolodziezek (SVH) aus den Medaillenrängen. Anastasia belegte mit 44,38 m Platz 4. Einen guten 5. Rang erkämpfte sich im Kugelstoßen der WJU20 Jaqueline Gippner (SCM). Sie stieß ihre Kugel auf 14,26 m. Ebenso Platz 5 holte sich Jonas Schmidt vom SV 1885 Teutschenthal/WLT im Hammerwurf der männlichen Jugend U20. Er drehte seinen 6,0 kg-Hammer auf 54,47 m. Sophie Kretschmer vom LAC Aschersleben lief in neuer persönlicher Bestzeit von 10:08,45 min über 3.000 m auf den 6. Platz. Ein weiterer 6. Rang ging an Leonie Tröger (HLF) im Sperwurf der weiblichen Jugend U20. Sie warf ihren 600 g-Speer auf 43,96 m. Auf Rang 7 sprintete über 60 m der MJU20 Till Blättermann vom SV Halle. Im Vorlauf schraubte er seine Bestzeit auf 6,92 s. Im Finale blieb die Uhr nach 6,93 s stehen. Im Speerwurf der jungen U18-Männer landete die Speerspitze von Marek Kadereit (SCM) bei 53,59 m, was ihm ebenso den 7. Platz einbrachte.

Am zweiten Wettkampftag legte die sachsen-anhaltinische Wurf-und Stoßgilde weiter munter an Medaillenplätzen zu. Umrahmt wurden die starken Leistungen von Mittelstrecken-Ass Maximilian Sluka (HLF). Er lief in bekannter Max-Manier von der Spitze des Feldes in 01:50,40 min souverän zu Gold über die 800 m. Zwei weitere Nicht-Wurfmedaillen eroberten sich die Staffelteams aus Magdeburg und Halle über die 4 x 200 m. In 01:38,91 min fehlten der weiblichen StG Team Sachsen-Anhalt 2 nur wenige Hundertstel zu Gold. In der Besetzung Vanessa Osuji, Anna Mootz, Lara-Noell Steinbrecher und Justine Wehner freuten sich die jungen Damen dennoch über ihren Erfolg. Ebenso zufrieden waren die Männer der StG Team Sachsen-Anhalt 1. In der Besetzung Till Blättermann, Leon Schellenberg, Ludwig Scharge und Jonas Herbst stürmten sie in 01:29,00 min zur Bronzemedaille. Den Anfang der Medaillen- und Platzfreuden machte zu Tagesbeginn jedoch erneut Wurf- und Stoß-Ass Sina Prüfer (HLF). Sie glänzte diesmal im Diskuswurf der weiblichen Jugend U18 mit 44,88 m, was ihr die Silbermedaille einbrachte. Ihr Trainingsgruppenkollege Alexander Köhler vom SV Halle schloss den Wettkampftag schließlich mit der Silbermedaille ab. Sehr zur Freude seiner Trainerin Katja Schreiber (s. Foto), die an diesem Wochenende mit ihrer Trainingsgruppe vier Medaillen beisteuerte. Im Diskuswurf der MJU20 ließ Alex Köhler seinen 1,75 kg-Diskus auf eine neue persönliche Bestweite von 51,38 m segeln.

Thore Nahrstedt (SCM) belegte mit 49,26 m den 4. Platz in der MJU20. In der männlichen Jugend U18 hinterließ Magnus Zimmermann (SVH) im Diskuswurf mit stabilen 50-Meterwürfen einen guten Eindruck. Erst im letzten Durchgang musste er vom dritten auf den undankbaren vierten Rang weichen. Er warf seinen 1,5 kg-Diskus auf 54,69 m. Der zweite Wettkampftag in Sindelfingen war u. a. auch der Tag, der fünften Plätze. Diesen eröffnete Leoni Mierswa (SCM) über die 1.500 m in 04:38,99 min. Kurze Zeit später folgten Jonas Herbst und Lucie Kienast (beide SV Halle). Jonas sprintete die 200 m in 22,11 s. Lucie sprang 6,00 m im Weitsprung. Ein wenig erschöpft von ihrer starken Sprungserie eine Woche zuvor bei den DHM in Leipzig bei der ihr 6,30 m sowie Platz 4 gelangen, fand sie diesmal kein Mittel, der Konkurrenz Paroli zu bieten. Arvid Michaelis vom LAC Aschersleben zeigte eine taktisch gute Laufleistung über 3.000 m in der MJU20. Er kämpfte sich vom Ende des 15-köpfigen Feldes Stück für Stück bis auf Rang 5 nach vorn. Mit 08:44,04 min pulverisierte er zudem seine Bestzeit um 10 Sekunden. Einen tollen 7. Platz erkämpfte sich zugleich Nils Oheim von den Halleschen LA-Freunden über 800 m in 01:56,15 min. Tags zuvor hatte er bereits im Vorlauf mit 01:55,89 min eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt. Im Hochsprung der MJU20 sprang Alexander Brandt (SCM) mit 1,90 m auf den 8. Rang. Ebenfalls Platz 8 ging an Sandy Prüfer (SCM) im Diskuswurf der WJU18. Sie warf ihre 1,0-kg Scheibe auf 39,05 m.

Insgesamt konnten sich die Sachsen-Anhaltinischen Sportler/innen sowie ihre Trainer/innen über 9 Medaillen an diesem langen Wochenende freuen. Ferner kamen zwei 4., sieben 5., zwei 6., drei 7. und zwei 8. Plätze dazu (2/5/2/2/7/2/3/2). Der Leichtathletik Verband Sachsen-Anhalt sagt: "Toll gemacht und gut gekämpft! Vielen Dank für die bunten Impressionen."

M. Schulz